| Ärzte töten
Flüchtlinge, um deren Organe zu verkaufen
Günther Lachmann
Ihr Geschäft ist
blutig und eilig. Mit schweren Geländewagen reisen die
Ärzte aus Kairo in die Gesetzlosigkeit der
Sinai-Halbinsel. Sie haben mobile Operationszelte und
sterile Kühlboxen dabei. Ihr Ziel ist eine Gruppe von
Flüchtlingen, die in der Wüste ebenso
geschäftstüchtigen wie skrupellosen Beduinen in die
Hände gefallen sind. Doch diese Ärzte kommen nicht, um
zu helfen. Nein, sie bringen den Flüchtlingen einen
qualvollen Tod.
Denn die
korrupten Mediziner aus Kairo machen gemeinsame Sache mit
den Beduinen. Und sie kommen nur aus einem einzigen Grund
in diese unwirtliche Gegend: Sie wollen die Organe von
jungen Menschen. Nieren lassen sich gut verkaufen, eine
gesunde Leber ebenso. Mit prüfendem Blick mustern sie
die Flüchtlinge und zeigen mit dem Finger auf jene
Männer und Frauen, die ihnen am gesündesten erscheinen,
so jedenfalls beschreibt es ein ägyptischer Mitarbeiter
der Menschenrechtsorganisation New Generation Foundation
for Human Rights. Er selbst habe es anfangs nicht glauben
können, sagt Hamdi al Azzazy. „Ich dachte immer, so
eine Organentnahme sei nur in großen Kliniken
möglich.“ Doch dann musste er lernen, dass es auch
anders geht.
Im gut 300
Kilometer entfernten Kairo weiß die Justiz nur zu gut um
diese Gräueltaten. „Die Ärzte schneiden dich auf,
und dann nehmen sie sich, was sie brauchen“, sagt
der frühere Chef der Rechtsmedizin in der ägyptischen
Hauptstadt, Dr. Fakhri Saleh.
„Dann lassen
sie dich sterben. Die Mafia interessiert es nicht, ob du
lebst oder stirbst.“ Für sie zählt nur das
Geschäft. Und das ist enorm lukrativ.
„Nur mit dem
Handel von Waffen lässt sich mehr Geld verdienen“,
sagt der Rechtsmediziner. Das heißt, illegaler
Organhandel ist heute profitabler als der Drogenschmuggel
oder das Geschäft mit Prostitution.
Der illegale
Handel mit Organen blüht längst auf der ganzen Welt.
Vor fünf Jahren hatten die USA ihren ersten
spektakulären Fall. Damals wurden vier Angeklagte zu
langjährigen Haftstrafen verurteilt. Über fünf Jahre
hinweg sollen sie mit Hilfe gefälschter Totenscheine und
Organspenderausweise Organe und Knochen von 1077 Leichen
gestohlen und für mehrere Millionen Dollar verkauft
haben, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Die
entstandenen Hohlräume in den Leichen füllten sie
demnach mit OP-Handschuhen oder gar Schürzen auf.
Knochen ersetzten sie durch PVC-Rohre, damit die Leichen
bei der Beerdigung äußerlich normal aussahen.
„Illegaler
Handel mit Menschen zum Zwecke der Verwendung ihrer
Organe insbesondere Nieren, ist ein schnell wachsender
Bereich der kriminellen Aktivitäten“, schreibt
Interpol. In allen westlichen Ländern sind die
Wartelisten für Transplantationen lang, Spender gibt es
viel zu wenige. Im Jahr 2005 warteten rund 40.000
Westeuropäer auf eine Niere. Die durchschnittliche
Wartezeit betrug damals zwei Jahre, heute sind es bereits
fünf Jahre und mehr.
Schon früh hat
die Organisierte Kriminalität diese Diskrepanz zwischen
Nachfrage und Angebot gesehen und ihre Schlüsse daraus
gezogen. „Kriminelle haben diese Chance
genutzt“, bestätigt Interpol. Die Verzweiflung der
Patienten ist ihrem teuflischen Geschäft die Garantie
für satte Gewinne. Und die Aussichten werden sogar noch
besser. „In den entwickelten Ländern mit einer
alternden Bevölkerung und einer Zunahme von Diabetes
werden immer mehr Organtransplantationen notwenig. Und
dieses Verbrechen wird noch lukrativer“, so
Interpol.
Zahlen darüber,
wie viel Geld weltweit insgesamt mit illegalem
Organhandel verdient wird, sind schwer zu bekommen. Aber
was wohlhabende Patienten bereit sind zu zahlen, das ist
kein Geheimnis. „Arabische Transplantationspatienten
zahlen zwischen 100.000 und 500.000 Dollar für die
Operation“, schieb „Die Zeit“ im Jahr
2005. In dem Beitrag wird der 57-Jährige Alfred
Rosenfeld zitiert. Er sei stellvertretender Leiter bei
Dikla, einem Tochterunternehmen der größten
israelischen Krankenversicherung. Rosenfeld verfolge die
Entwicklungen im internationalen Organhandel seit Jahren.
„Das ist Big Business“, zitiert ihn die
„Zeit“. Er schätze den Gewinn aus dem Handel
mit einer Niere auf 50.000 bis 70.000 Dollar.
Von alldem ahnen
die Flüchtlinge im Sinai nichts. Sie sind hier, weil sie
auf ein besseres Leben in Israel hoffen. „Drei
Viertel kommen aus dem Sudan, ein Viertel aus
Eritrea“, sagt Frederik Pleitgen, der für CNN dort
war, im Gespräch mit „Welt Online“.
Die jungen
Leute vertrauen ihr
Schicksal Schleuserorganisationen an. Im Schnitt
zahlen sie 2000 Euro pro Person für den Transport aus
dem Heimatland nach Sinai. Es sind die gesamten
Ersparnisse einer ganzen Familie, die hier für den Sohn
ausgegeben werden in der Hoffnung, er werde bald schon
mit einer guten Arbeit in Israel die Familie
unterstützen können. „Im vergangenen Jahr kamen
auf diese Weise 14.000 Flüchtlinge über die
israelischen Grenze“, sagt Pleitgen.
Viele aber
schaffen es nicht. Für sie ist im Sinai Endstation, wo
kriminelle Beduinen sie in ihre Gewalt bringen. „Die
verlangen dann noch einmal mehrere tausend Dollar für
den Weg über die Grenze nach Israel“, sagt
Pleitgen. Das aber kann keiner der Flüchtlinge bezahlen.
Mittellos und weit weg von daheim sind sie den Beduinen
wehrlos ausgeliefert. Nun schlagen die Herren der Wüste
ihnen nun den tödlichen Handel vor. Die Flüchtlinge
sollen ihre Organe hergeben. Sie seien der Preis für die
Reise ins gelobte Land.
„All das
geschieht kaum fünf Kilometer von der israelischen
Grenze entfernt“, sagt Pleitgen. Er beschreibt den
Sinai als Territorium ohne Recht und Gesetz, wo es zehn
Fußballfelder große Marihuanafelder mit
Bewässerungsanlagen gebe und Waffen aller Art
geschmuggelt würden. Auf Pleitgens Frage, wie viele
Flüchtlinge auf dem Sinai den Tod gefunden hätten,
antwortet in der CNN-Dokumentation ein Beduine:
„Tausende. Sie sterben durch Stromstöße, Infarkte
und Organraub.“
Wenn die Ärzte
in ihren schweren Geländewagen abfahren, bleiben die
aufgeschnittenen und nur dürftig wieder
zusammengenähten Leiber als menschlicher Abfall im
Wüstensand zurück. Blutend verenden sie qualvoll unter
der heißen Wüstensonne. Und bald schon lebt irgendwo
ein wohlhabender Mensch mit ihrer Leber oder ihren
Nieren. Wie wichtig Berichte über diese Verbrechen sind,
zeigt eine Reaktion der Beduinen. Nach der
Erstausstrahlung der Dokumentation auf CNN-International
seien 600 Flüchtlinge von den Beduinen freigelassen
worden, sagte Hamdi al Azzazy von der
Menschenrechtsorganisation New Generation Foundation for
Human Rights.
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| Mit freundlicher Genehmigung von Günther Lachmann, GEOLITICO.de | ||
| erschienen am 10. Januar 2013 auf > Dorian Grey > Artikel |
Freitag, 18. Januar 2013
Ärzte töten Flüchtlinge, um deren Organe zu verkaufen
Mali und das Gedränge um Afrika
| Mali und das
Gedränge um Afrika
Eine neue Welle der
Barbarei
Ben Schreiner
Die
militärische Intervention Frankreichs in Mali –
Frankreichs zweite innerhalb von zwei Jahren in eine
ehemalige afrikanische Kolonie – wurde laut
Berichten von den Vereinigten Staaten von Amerika
„unterstützt.“ Das sollte nun keine besondere
Überraschung sein, geht man vom immer tieferen
Eindringen des Pentagons in Afrika aus.
Gemäß dem
Afrika-Kommando der Vereinigten Staaten von Amerika
(AFRICOM) plant das Pentagon, im Jahr 2013 Soldaten in 35
verschiedenen afrikanischen Ländern einzusetzen. Wie NPR
(der „Kultursender“ National Public Radio)
berichtet, werden über 4.000 Soldaten der Vereinigten
Staaten von Amerika „an Militärübungen teilnehmen
und afrikanische Soldaten ausbilden in allen Bereichen
von Logistik über Schießkunst bis zu medizinischer
Versorgung.“ (Der Offizier der Armee von Mali, der
für den Staatsstreich im März verantwortlich war, hatte
zufällig auch eine militärische Ausbildung in den
Vereinigten Staaten von Amerika erhalten.)
Natürlich
verfügen die Vereinigten Staaten von Amerika bereits
über eine bedeutsame Bodenpräsenz in Afrika. Zum
Beispiel befindet sich die „am meisten beschäftigte
Basis für Predator-Drohnen außerhalb der afghanischen
Kriegszone in Camp Lemonnier in Djibuti – mit 16
Drohnenflügen täglich.
Wie jedoch die
Army Times schreibt, “bleibt die Region in
vielfacher Beziehung die letzte Front der Armee.”
Und um den Appetit der Vereinigten Staaten von Amerika
nach „globaler Machtausweitung“ zu sättigen,
dürfen keine Grenzen unerobert bleiben.
Daher, wie ein
Bericht in der Washington Post im Juni enthüllte,
reichen die vorbereitenden Tentakel des Militärs der
Vereinigten Staaten von Amerika bereits über ganz
Afrika. Die Zeitung berichtete, dass
Überwachungsflugzeuge der Vereinigten Staaten von
Amerika zur Zeit von geheimen Stützpunkten in Burkina
Faso, Mauretanien, Uganda, Äthiopien, Djibouti und Kenia
aus operieren, wobei geplant ist, einen neuen Stützpunkt
in Südsudan zu eröffnen.
Die Washington
Post berichtete weiter, dass „das Pentagon $8,1
Millionen ausgibt, um einen vorgelagerten Stützpunkt und
ein Flugfeld in Mauretanien auszubauen, am westlichen
Rand der Sahara. Der Stützpunkt liegt nahe der Grenze
zum kampfzerrissenen Mali.
Mit derartigen
bereits in der Region vorhandenen Anlagen war das
Pentagon in der Lage, den Überfall Frankreichs auf Mali
nicht nur zu „unterstützen,“ sondern, wie die
New York Times berichtete, ein „breites Angebot von
Optionen beizusteuern, um den französischen Vorstoss zu
unterstützen, einschließlich geheimdienstlicher
Informationen und logistischer Unterstützung.
Erläuternd,
wie eine solche Unterstützung der Vereinigten Staaten
von Amerika in Mali aussehen könnte, sagte J.Peter Pham,
Direktor des Afrikazentrums des AtlanticCouncil in
Washington und strategischer Berater von AFRICOM:
„Drohnen- oder Luftangriffe werden nicht Malis
territoriale Integrität herstellen oder die Islamisten
besiegen, aber sie sind vielleicht die am wenigsten
schlimme Option.“ Ein ziemlich ominöses Anzeichen,
geht man davon aus, dass die Anwendung dieser „am
wenigsten schlimmen Option“ schon zur Abschlachtung
von Hunderten Unschuldiger durch den bisherigen
Drohneneinsatz der Vereinigten Staaten von Amerika
geführt hat.
Nicht viel anders
als die Drohnenkampagne wurde der Vorstoss des Pentagons
nach Afrika nett verpackt als eine Ausweitung des
„Kriegs gegen den Terror.“ In der Juniausgabe
der Army Times heißt es: „Es hat sich
herausgestellt, dass besonders Afrika höhere Priorität
für die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika
bekommen hat, weil terroristische Gruppen hier zu einer
steigenden Bedrohung der Vereinigten Staaten von Amerika
und der regionalen Sicherheit geworden sind.“
Aber welche
Intervention ist noch nicht gerechtfertigt worden durch
die eine oder andere Variante des immer passenden
„Krieg gegen den Terror“-Gedudels? Auch der
französische Präsident François Hollande gab am
Freitag von sich: „Die Terroristen sollen wissen,
dass Frankreich immer da ist, wenn es um die Rechte eines
Volkes geht, des Volks von Mali, das in Freiheit und in
einer Demokratie leben will.“
„Die
Ideologie unserer Zeit, zumindest wenn es darum geht,
Krieg zu legitimieren,“ schreibt Jean Bricmont in
seinem Buch Humanitarian Imperialism (Humanitärer
Imperialismus), „ist ein gewisser Diskurs über
Menschenrechte und Demokratie.“ Und, so wollen wir
hinzufügen, ein gewisser zynischer Diskurs über die
Bekämpfung von Terror.
Natürlich ist
die Auffassung, dass das neu aufflammende Interesse des
Westens an Afrika aus einem altruistischen Wunsch stammt,
den afrikanischen Staaten bei der Bekämpfung des
Terrorismus und bei der Einrichtung der Demokratie zu
helfen, ziemlich absurd. Ehe man das vergisst – es
war die NATO-Allianz, die sich so eifrig mit den
Salifi-Kämpfern zusammentat, um Muammar Gaddafi in Libyen
zu stürzen. Genau die selbe Allianz lässt nun die
Salafisten in Syrien hoch leben, während sie diese in
der Region Afghanistan/Pakistan bombardiert, in Somalia,
Jemen und jetzt in Mali.
Eindeutig haben
nur die des Doppeldenk Mächtigen eine Chance, das immer
wechselnde Terrain des „Krieges gegen den
Terror“ des Westens zu verstehen.
In Wirklichkeit
ist die imperiale Fratze enthüllt, sobald die Schleier
des “Schutzes der Demokratie” und “Kampfes
gegen den Terror” gelüftet werden.
Wie auch Conn
Hallinan erklärt, wird also das neue Interesse des
Westens an Afrika durch das Wettrennen angetrieben, sich
die ungeheuren Reichtümer des Kontinents zu sichern.
„Die
Vereinigten Staaten von Amerika beziehen rund 18% ihres
Energienachschubs aus Afrika, wobei diese Zahl bis 2015
auf 25 Prozent ansteigen soll,“ schreibt Hallinan.
„Afrika liefert auch etwa ein Drittel des
Energiebedarfs Chinas, dazu Kupfer, Platin, Holz und
Eisenerz.“
Mehr noch, wie
Maximilian Forte in Slouching Towards Sirte behauptet,
werden „chinesische Interessen als Konkurrenz des
Westens beim Zugang zu Ressourcen und zu politischem
Einfluss betrachtet. AFRICOM und eine Reihe von weiteren
Initiativen der Regierung der Vereinigten Staaten von
Amerika sollen diesem Phänomen Rechnung tragen.“
Und das
erklärt den Überfall der NATO auf Libyen 2011, welcher
einen sturen panafrikanischen Führer beseitigte, welcher
die Expansion von AFRICOM in die „letzte Front“
der Armee zu gefährden drohte. Und das erklärt den von
Frankreich angeführten, von den Vereinigten Staaten von
Amerika unterstützten Überfall auf Mali, der der
gewaltsamen Durchsetzung der Interessen des Westens in
Afrika dient.
Wir sehen, dass
Intervention zu weiterer Intervention führt. Nick Turse
warnte bereits im Juli: „Mali könnte nur der Beginn
sein und niemand kann sagen, wie das alles enden
wird.“
Sicher zu sein
scheint nur eine neu anwachsende Welle der Barbarei,
während das Gedränge um Afrika zunimmt.
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| Link:www.antikrieg.com | erschienen am 14. Januar 2013 auf > GlobalResearch > Artikel > Ben Schreiners Website |
By Design: French Mali Invasion Spills into Algeria
By Design: French Mali Invasion Spills into Algeria
Global Research, January 17, 2013
In last week’s “France Displays Unhinged Hypocrisy as Bombs Fall on Mali” report, it was stated specifically that:
“As far back as August of 2011, Bruce Riedel out of the corporate-financier funded think-tank, the Brookings Institution, wrote “Algeria will be next to fall,” where he gleefully predicted success in Libya would embolden radical elements in Algeria, in particular AQIM. Between extremist violence and the prospect of French airstrikes, Riedel hoped to see the fall of the Algerian government. Ironically Riedel noted:And thanks to NATO, that is exactly what Libya has become – a Western sponsored sanctuary for Al-Qaeda. AQIM’s headway in northern Mali and now French involvement will see the conflict inevitably spill over into Algeria. It should be noted that Riedel is a co-author of “Which Path to Persia?” which openly conspires to arm yet another US State Department-listed terrorist organization (list as #28), the Mujahedin-e Khalq (MEK) to wreak havoc across Iran and help collapse the government there – illustrating a pattern of using clearly terroristic organizations, even those listed as so by the US State Department, to carry out US foreign policy.”
Algeria has expressed particular concern that the unrest in Libya could lead to the development of a major safe haven and sanctuary for al-Qaeda and other extremist jihadis.
Now,
it is reported that “Al Qaeda-linked” terrorists have seized American
hostages in Algeria in what is being described by the Western press as
“spill over” from France’s Mali operations.The Washington Post, in their article, “Al-Qaida-linked militants seize BP complex in Algeria, take hostages in revenge for Mali,” claims:
“As Algerian army helicopters clattered overhead deep in the Sahara desert, Islamist militants hunkered down for the night in a natural gas complex they had assaulted Wednesday morning, killing two people and taking dozens of foreigners hostage in what could be the first spillover from France’s intervention in Mali.”The Wall Street Journal, in its article, “Militants Grab U.S. Hostages in Algeria,” reports that:
“Militants with possible links to al Qaeda seized about 40 foreign hostages, including several Americans, at a natural-gas field in Algeria, posing a new level of threat to nations trying to blunt the growing influence of Islamist extremists in Africa.As security officials in the U.S. and Europe assessed options to reach the captives from distant bases, Algerian security forces failed in an attempt late Wednesday to storm the facility.”The WSJ also added:
“Defense Secretary Leon Panetta said the U.S. would take “necessary and proper steps” in the hostage situation, and didn’t rule out military action. He said the Algeria attack could represent a spillover from Mali.”And it is military action, both covert and incrementally more overt, that will see the West’s extremist proxies and the West’s faux efforts to stem them, increasingly creep over the Mali-Algerian border, as the old imperial maps of Europe are redrawn right before our eyes.
Image: The French Empire
at its height right before the World Wars. The regions that are now
Libya, Algeria, Mali, and the Ivory Coast all face reconquest by the
French and Anglo-Americans, with French troops literally occupying the
region and playing a pivotal role in installing Western-friendly client
regimes. Also notice Syria too, was a French holding – now under attack
by US-British-French funded, armed, and backed terrorists – the same
terrorists allegedly being fought in Mali and now Algeria.
….
Meanwhile, these very same terrorist forces
continue to receive funding, arms, covert military support, and
diplomatic recognition in Syria, by NATO, and specifically the US and
France who are both claiming to fight the “Free Syrian Army’s”
ideological and very literal allies in North Africa.In reality, Al Qaeda is allowing the US and France to intervene and interfere in Algeria, after attempts in 2011 to trigger political subversion was soundly defeated by the Algerian government. Al Qaeda is essentially both a casus belli and mercenary force, deployed by the West against targeted nations. It is clear that French operations seek to trigger armed conflict in Algeria as well as a possible Western military intervention there as well, with the Mali conflict serving only as a pretense.
Source:www.globalresearch.ca
The War on Mali. What you Should Know: An Eldorado of Uranium, Gold, Petroleum, Strategic Minerals …
The War on Mali. What you Should Know: An Eldorado of Uranium, Gold, Petroleum, Strategic Minerals …
By R. Teichman
Global Research, January 15, 2013
“it would send 2,500 troops to support Malian government soldiers in the conflict against Islamist rebels. France has already deployed around 750 troops to Mali, and French carriers arrived in Bamako on Tuesday morning…..So this is the official narrative of France and those who support it. And of course this is what is widely reported by the mainstrem media.
We will continue the deployment of forces on the ground and in the air…..
We have one goal. To ensure that when we leave, when we end our intervention, Mali is safe, has legitimate authorities, an electoral process and there are no more terrorists threatening its territory.” [1]
France is supported by other NATO members. US Defense Secretary Leon Panetta confirmed that the US was providing intelligence to French forces in Mali. [2] Canada, Belgium, Denmark and Germany have also publicly backed the French incursion, pledging logistical support in the crackdown on the rebels. [3]
If we are to believe this narrative we are misled again about the real reasons. A look at Mali’s natural resources reveals what this is really about.
Mali’s natural resources [4] (emphasis added)
Mali currently has seven operating gold mines which include: Kalana and Morila in Southern Mali, Yatela, Sadiola and Loulo in Western Mali, and mines which have recently restarted production notably Syama and Tabakoto. Advanced gold exploration projects include: Kofi, Kodieran, Gounkoto, Komana, Banankoro, Kobada and Nampala.
Uranium: encouraging signs and exploration in full swing. Exploration is currently being carried out by several companies with clear indications of deposits of uranium in Mali. Uranium potential is located in the Falea area which covers 150 km² of the Falea- North Guinea basin, a Neoproterozoic sedimentary basin marked by significant radiometric anomalies. Uranium potential in Falea is thought to be 5000 tonnes. The Kidal Project, in the north eastern part of Mali, with an area of 19,930 km2, the project covers a large crystalline geological province known as L’Adrar Des Iforas. Uranium potential in the Samit deposit, Gao region alone is thought to be 200 tonnes.
Diamonds: Mali has potential to develop its diamond exploration: in the Kayes administrative region (Mining region 1), thirty (30) kimberlitic pipes have been discovered of which eight are show traces of diamonds. Some eight small diamonds have been picked in the Sikasso administrative region (southern Mali).
Precious stones consist of the following and can be found in:
- Circle of Nioro and Bafoulabe: Garnets and rare magnetic minerals
- Circle of Bougouni and Faleme Basin: Pegmatite minerals
- Le Gourma – garnet and corindons
- L’Adrar des Ilforas – pegmatite and metamorphosing minerals
- Hombori Douentza Zone: quartz and carbonates
Bauxite reserves are thought to be
1.2 million tonnes located in Kita, Kenieba and Bafing- Makana. Traces
of manganese have been found in Bafing – Makana, Tondibi and Tassiga.
Other mineral resources and potential in MaliCalcarous rock deposits: 10 million tonnes est. ( Gangotery), 30 million tonnes est. ( Astro) and Bah El Heri ( Nord de Goundam) 2.2 Million tonnes est.
- Copper: potentialities in Bafing Makan ( Western Region) and Ouatagouna ( Northern Region)
- Marble : Selinkegny ( Bafoulabe) 10.6 MT estimated reserves and traces at Madibaya
- Gypsum: Taoudenit ( 35 MT est.), Indice Kereit ( Nord de Tessalit) 0.37 MT est.
- Kaolin: Potential estimated reserves ( 1MT) located in Gao ( Northern Region)
- Phosphate: Reserve located at Tamaguilelt, production of 18,000 t/per annum and an estimated potential of 12 million tonnes. There are four other potential deposits in the North of 10 million tonnes.
- Lithium: Indications in Kayes ( Western Region) and estimated potential of 4 million tonnes in Bougouni ( Southern Region)
- Bitumen schist: Potential estimated at 870 million tonnes, indications found in Agamor and Almoustrat in the Northern Region.
- Lignite: Potential estimated at 1.3 million tonnes, indications found in Bourem ( Northern Region)
- Rock Salt: Estimated potential of 53 million tonnes in Taoudenni ( Northern Region)
- Diatomite: Estimated potential of 65 million tonnes in Douna Behri ( Northern Region)
Mali’s Petroleums potential has been documented since the 1970’s where sporadic seismic and drilling revealed probable indications of oil. With the increasing price of global oil and gas resources, Mali has stepped up its promotion and research for oil exploration, production and potential exports. Mali could also provide a strategic transport route for Sub-Saharan oil and gas exports through to the Western world and there is the possibility of connecting the Taoudeni basin to European market through Algeria.
Work has already begun to reinterpret previously gathered geophysical and geological data collected, focussing on five sedimentary basins in the North of country including: Taoudeni, Tamesna, Ilumenden, Ditch Nara and Gao.
So here we have it
Whatever is reported by the mainstream media, the goal of this new war is no other than stripping yet another country of its natural resources by securing the access of international corporations to do it. What is being done now in Mali through bombs and bullets is being done to Ireland, Greece, Portugal and Spain by means of debt enslavement.
And the people suffer and die
The Guardian reported 2 days ago [5] :
“The human toll has not yet been calculated, but a communique read on state television late Saturday said that at least 11 Malians were killed in Konna.Who knows what the death toll is today.
“Sory Diakite, the mayor of Konna, says the dead included children who drowned after they threw themselves into a river in an effort to escape the bombs.
“Others were killed inside their courtyards, or outside their homes. People were trying to flee to find refuge. Some drowned in the river. At least three children threw themselves in the river. They were trying to swim to the other side. And there has been significant infrastructure damage,” said the mayor, who fled the town with his family and is now in Bamako.”
God help any country and its people with natural resources to be exploited.
Notes:
[1] [2] [3] http://rt.com/news/france-mali-french-troops-006/
[4] All information taken from Le Journee Miniere et Petrolieres du Mali (government information) http://www.jmpmali.com/html/miningandpetroleum.html
[5] http://www.guardian.co.uk/world/2013/jan/13/mali-neighbours-troops-french-intervention
ThyssenKrupp soll für Schäden in Brasilien einstehen
ThyssenKrupp soll für Schäden in Brasilien einstehen
Protest während der ThyssenKrupp-Hauptversammlung 2011 in Bochum (Quelle)
"Der Vorstand von ThyssenKrupp hat gegen die Regeln verantwortungsvoller Unternehmensführung verstoßen", sagte der Geschäftsführer der Kritischen Aktionäre, Markus Dufner, in einer Pressemitteilung des Bündnisses. Gravierend sind nach Dufners Darstellung "Missmanagement beim Stahlwerksbau in Brasilien, der Umgang mit Entschädigungsforderungen und die Rüstungsgeschäfte mit undemokratischen Staaten". Vor allem der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme stehe für den "moralischen Niedergang bei ThyssenKrupp".
Nach Darstellung von Marcos da Costa Melo von der Kooperation Brasilien (KoBra) aus Freiburg haben mangelhafte Planung, Ausführung und Inbetriebnahme des größten Stahlwerks in Lateinamerika die Existenz von 8.000 Fischern vernichtet und bei der lokalen Bevölkerung zu schweren Gesundheitsschäden geführt.
Christian Russau vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) und Amerika21.de-Autor sagte: "ThyssenKrupp ist den erhobenen Vorwürfen weder ausreichend nachgegangen, noch hat es durch geeignete Maßnahmen dafür gesorgt, eine weitere Gesundheitsgefährdung der Anwohner auszuschließen." Nach dem letzten großen Staubniedergang auf die angrenzenden Wohngebiete Ende Oktober 2012 hätten die Behörden mit der Schließung gedroht. ThyssenKrupp habe auch zweieinhalb Jahre nach Betriebsbeginn des TKCSA-Werks in Rio keine definitive Betriebsgenehmigung und werde sie angesichts der vom Werk ausgehenden anhaltenden Umweltverschmutzung auch in Zukunft wohl nicht erhalten, so Russau weiter.
(a21)
Quelle:www.amerika21.de
Mittwoch, 16. Januar 2013
Uranabbau in einem Naturparadies
Die Ausstellung über Falea1 wurde am Weltsozialgipfel in Dakar Anfang
Februar 2011 gezeigt. Anschließend reiste eine Delegation des
Europäischen BürgerInnenforums nach Falea ins südmalische Hochland, im
Grenzgebiet zu Senegal und Guinea.
Afrika, Sahel, Sand und Wüste, heiß und Malariamücken sind die üblichen Assoziationen mit Mali. Doch Falea hinterließ bei den europäischen BesucherInnen andere Bilder: Grün, Bäche, Quellen, Gärten, große Mangobäume und keine Mücken.
Hier will die kanadische Gesellschaft Rockgate Capital Corp Uran abbauen. Bedeutet dies, dass 150 km2 Land inklusive Falea in eine radioaktiv verseuchte Grube verwandelt werden?
Nun bringe Rockgate die Hoffnung nach Falea, dass endlich eine Straße gebaut werden wird. Kommt dazu, dass sich, seit Rockgate da ist, die Hühnchen zum doppelten Preis verkaufen lassen. Die herrlich mundenden, ungespritzten Orangen aus Falea werden ebenfalls besser bezahlt. Das Rockgate Explorations Camp stellt Wachpersonal zum fast dreifachen Monatslohn ein – 90 Euro statt der üblichen 30 bis 40 Euro pro Monat. Hilfsarbeiter bei den Sondierbohrungen erhalten sogar 225 Euro pro Monat. Tagelöhner werden mit vier Euro pro Tag entschädigt. „Wenn die Bevölkerung und die Umweltnormen respektiert werden, dann gibt’s wohl nichts gegen die Mine einzuwenden. Mine ist Fortschritt und Fortschritt bringt Straßen“ meint ein Faleaner zu einem Besucher.
Auf der Reise von Dakar bis zur malischen Grenze und von da nach Kéniéba konnte die Delegation des EBF die neue Straße an die malische Grenze benutzen. Sie hat den Namen westafrikanischer Südkorridor Bamako-Dakar. Die Weltbank, die Europäische Investitionsbank, die japanische Entwicklungsagentur Usaid, China, die afrikanische Entwicklungsbank, die islamische Entwicklungsbank, die Regierungen Senegals und Malis arbeiten zusammen mit der westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion bei der Realisierung dieser Straßenverbindung zwischen Dakar und Bamako, die auf Hunderten von Kilometern dem Verlauf der aus kolonialen Zeiten stammenden Schmalspur-Eisenbahnlinie3 folgt. Die Tochterfirma der chinesischen staatlichen Eisenbahnen, Covec-Mali, arbeitet an der Fertigstellung des Straßenabschnittes von der malischen Grenze bei Kéniéba bis nach Bamako. Ebenso dabei ist die französische Baufirma Razel4, die seit 2009 zum Fayat Konzern gehört. Die japanische Gesellschaft Dai Nippon Construction baut die drei Brücken auf dieser Strecke. Die japanischen Gelder sind als nichtrückzahlbare Kredite eigentliche Schenkungen. Staatliche Entwicklungsgelder für Infrastrukturmaßnahmen, damit multinationale Konzerne kostengünstig den Rohstoffreichtum dieser Gegenden abführen können. Ein Hafen, der das rationelle Verladen der Rohstoffe ermöglicht, sei etwa 60 km südlich von Dakar geplant.
«Wir haben den Beweis, dass radioaktive Strahlung Veränderungen in den Genen der Chromosomen auslöst. Je nachdem, welche Gene betroffen sind, ist eine Leukämie besser oder nur sehr schwer zu behandeln» sagt die Onkologin vom Inselspital in Bern, Anette Ridolfi, der WoZ5. «Schon seit den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki ist bekannt, dass radioaktive Strahlung Leukämien und bösartige Tumore verursacht.» Die Strahlung der AKWs beeinflusst nachweislich die menschlichen Geschlechtsorgane. In einem Umkreis von gut zwanzig Kilometern um ein AKW erblicken statistisch weniger Mädchen das Licht der Welt.
Beim Uranabbau6, bei der Produktion von Elektrizität im AKW, bei der Endlagerung der strahlenden Atomabfälle kann man Radioaktivität weder hören, noch riechen, noch sehen. Das nützen die Nuklearlobby und ihre Unternehmen skrupellos aus.
„Im Niger – wo seit mehr als vierzig Jahren Uran abgebaut wird - lockte die Möglichkeit des schnellen Geldverdienens Tausende von Arbeitern an. Viele von ihnen Tuareg, die von der radioaktiven Strahlung und den gesundheitlichen Risiken ihrer Arbeit nichts wussten und auch nicht aufgeklärt wurden. Die Bergarbeiter nahmen ihr Mittagessen auf den Urangesteinsbrocken sitzend ein und gingen mit den Kleidern voller Staub nach Hause... die Kinder spielten auf ihrem Schoß, und die Frauen wuschen ihre Kleider mit der Hand …“.7
In Falea arbeiten die lokalen Hilfskräfte bei den Probebohrungen nach Uranerz und das temporäre Personal am Kernbohrer ohne irgendwelche besonderen Schutzmaßnahmen. „Die geringe Strahlung, die da anfällt, ist nicht gefährlich“, sagte der Delegation ein von Rockgate für drei Monate beschäftigter kanadischer Arbeiter. Geruchlose, geräuschlose und unsichtbare Gefahren drohen dort, wo sich Ignoranz und Dummheit ein Stelldichein geben. Die Rockgate crew feierte letztes Jahr den Fund einer hochprozentigen Uranerzader nahe der Erdoberfläche mit Ziegenbraten und Champagner am gleichen Ort, den die Faleaner wegen der unheimlichen Geister, die dort ihren Spuk treiben, wie der Teufel das Weihwasser meiden.
Manchmal dauert es Jahre, bis ein Krebs oder eine Leukämie ausbricht. Wann und wo die Verstrahlung stattgefunden hat, kann kaum mit Gewissheit nachgewiesen werden. Bei temporär Beschäftigten mit Sicherheit überhaupt nie.
Three Mile Island 1979, Tschernobyl 1986 und nun Fukushima 2011. Die Kernenergie ist weder nachhaltig noch umweltfreundlich und produziert auf jeden Fall eine radioaktive Verstrahlung. Militärs und die Uranindustrie wissen dies schon seit langem. Ihre UNO-Organisation, die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA), hat schon 1959 mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf eine Art Maulkorbabkommen vereinbart. Untersuchungen über die gesundheitlichen Folgen von Verstrahlungen müssen vor ihrer Veröffentlichung von der IAEA begutachtet werden. Diese Vereinbarung legt den Schluss nahe, dass sowohl Militärs wie Uranindustrie wissen, dass sie der Öffentlichkeit kontinuierlich etwas vormachen. Kein nuklearer Zwischenfall, keine Havarie in einem AKW und kein Atomtest, der nicht von der seit Jahrzehnten gebräuchlichen Formel begleitet wird: Nach Angaben der Atomsicherheitsbehörden stellen sie keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar.
Der Atommeiler von Tschernobyl explodierte am 26. April 1986, vor fünfundzwanzig Jahren. Noch heute behauptet die WHO in dem von der IAEA abgesegneten Bericht vom September 2005, dass 56 Tote und in den Jahren danach etwa 4.000 Krebsopfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zugeordnet werden können9. Die Zahlen der WHO sind so genau wie die Verlautbarung der französischen Regierung einige Tage nach dem Tschernobylgau: Die mit radioaktiven Staubpartikeln geschwängerte Wolke von Tschernobyl hätte an den Grenzen zu Frankreich halt gemacht.
Der russische Umweltwissenschafter, Professor Alexej Yablokov, und die beiden weißrussischen Atomphysiker Alexej und Vassili Nesterenko vom Institut für Strahlungssicherheit (Belrad) in Minsk haben unter Berücksichtigung Tausender von unabhängigen Studien nach 24 Jahren Untersuchungen nachgewiesen10, dass man von mehr als 950.000 Todesfällen ausgehen muss, die durch die direkte Bestrahlung im Umfeld des Atommeilers und durch die Tschernobylwolke verursacht wurden.
Die die Radioaktivität verharmlosende Informationspolitik der Weltgesundheitsbehörde ist ein teuflischer Pakt11 mit der Internationalen Atomenergieagentur und hat schwerwiegende Konsequenzen. Seit mehr als vier Jahren stehen täglich Menschen in Genf am Eingang zum Hauptsitz der WHO und fordern die Kündigung des Abkommens aus dem Jahre 1959.
Eigenartigerweise hat die WHO die Vogelgrippe 2005 als bedrohlicher eingestuft als die Tschernobylwolke von 1986. An den Arbeitsplätzen im Uranabbau, bei der Produktion von Yellowcake, bei den Unterhaltsarbeiten in den Atomanlagen, beim Transport der Abfälle und bei der Verwaltung der Zwischen- und Endlager sind viele Menschen involviert. „Die geplanten Atommülllager müssen für eine Million Jahre halten und demzufolge mindestens zehn Eiszeiten und zahllose Erdbeben überstehen können“.12
Sowohl beim Uranabbau in Falea wie bei den unmittelbaren Anwohnern der Atommeiler bei uns ist es nicht einfach, die unhörbare, unsichtbare und geruchlose Bedrohung ins Bewusstsein zu bringen, wenn deren Auswirkungen immer wieder dank WHO und IAEA in den großen Medien verharmlost werden.
Seit etwas mehr als einem Jahr versucht der Verein der Ehemaligen aus Falea (ARACF), die Einwohner ihrer Heimatgemeinde zu informieren. Im Februar 2011 besuchte eine Delegation des EBF Falea. Besichtigungen und intensive Gespräche mit den Einwohnern wechselten sich ab mit dem Aufbau einer Satellitenkommunikation. Fortan müssen die Faleaner nicht mehr 40 km mit einem Motorrad zurücklegen, um in den vom Mobil-Telefonnetz abgedeckten Bereich zu gelangen. Unabhängig von Rockgate können sie nun dank der Unterstützung der Stadt Genf und des Umwelt- und Gesundheitsamtes der Stadt Zürich kommunizieren und damit zum Beispiel auch Vorkommnisse vor Ort und Fragen zu den Aktivitäten der Prospektionsfirma mit ARACF oder Regierungsstellen in Bamako besprechen. In den kommenden Wochen sollte ein Lokalradio vor Ort die Sendungstätigkeit aufnehmen können. Dann können Begriffe wie Röntgenstrahlen, Millisievert, Radongas, Radionukleide, Gamma-, Alpha- und Betastrahlen in den vier lokalen Sprachen erklärt werden. Mit zwei Geigerzählern und einem Scintillometer sind schon seit mehreren Monaten einige Einwohner damit beschäftigt, vor einem eventuellen Uranabbau Messungen des sogenannten Nullpunkts durchzuführen.
In der Gegend von Arlith in Niger wird vom französischen Atomkonzern Areva seit 40 Jahren Uran abgebaut. Wird es dem EBF gelingen, einigen Frauen, den Dorfältesten und dem Bürgermeister von Falea eine Reise nach Arlith zu ermöglichen, damit sie die Konsequenzen des Uranabbaus dort kennen lernen können? Sicher braucht es dazu angesichts der aktuellen Verhältnisse ein breit abgestütztes Patronat von ParlamentarierInnen und solidarischen europäischen und nordamerikanischen Gemeinden, so wie es die Stadt Genf bereits vormacht.
Vielleicht beginnt schon im kommenden September in Falea ein universitäres Forschungsprojekt, das die Respektierung international gültiger Umweltnormen und demokratischer Standards analysiert.
Wird es ARACF gelingen, Mittel zu finden, damit eine freie Theatergruppe während einem Jahr in Falea mit der lokalen Bevölkerung zusammenarbeiten und so mit einer Inszenierung mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Die Geister und die Radioaktivität“ bei uns in Europa und in den Weilern Faleas und einigen Dörfern Malis auf Tournee gehen kann?
Können wir vielleicht gemeinsam dazu beitragen, dass in Falea statt Uranabbau Garten- und Ackerbau unterrichtet werden können? Im botanischen Laboratorium des universitären Instituts für Schwarzafrika in Dakar haben wir die Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Studie erhalten, die aufzeigt, dass das südmalische Grenzgebiet zu Senegal und Guinea eine erhaltenswerte, immense botanische Vielfalt beherbergt.
In Lateinamerika wurde ein Gerät erprobt, das den handwerklichen Goldabbau ohne Quecksilber ermöglicht. Ein in Falea entstehendes Institut könnte diese Alternative zum industriellen Goldabbau für die ganze Region vermitteln.
1. Siehe Archipel Nr. 176 respektive www.falea21.org . Die Wanderausstellung kann französisch, englisch, deutsch, und italienisch gegen eine kleine Miete in Universitäten, soziokulturellen Zentren u.a. gezeigt werden.
2. COGEMA - Compagnie générale des matières nucléaires, heute AREVA, die größte Nukelarfirma der Welt, zu 90 Prozent im Besitz des französischen Staates, mit 50.000 Beschäftigten, die sich damit brüstet, ausschließlich CO2 neutrale Energie zu produzieren.
3. Siehe "Mit der Karawane durch Westafrika, Archipel Nr. 190, Februar 2011.
4. Razel hat unter anderem auch den Bauauftrag für das Forschungs-AKW Jules Horowitz im ITER Projekt bei Cadarache in Südfrankreich
5. WOZ vom 03. 2. 2011, „Leukämie tut weh, wahnsinnig weh“, von Susan Boos
6. Yellow Cake (Die Lüge von der sauberen Energie), Dokumentarfilm von Joachim TSCHIRNER, 2010
7. Günter WIPPEL, Strahlende Wüste, Robin Wood Nr. 99/4.08
8. Wenn abends das ganze Volk den Fernseher einschaltet, müssen zum Beispiel Wasser-, Gas- oder Dieselkraftwerke die angeforderte zusätzliche Energie liefern.
9. Report of the Chernobyl Forum, WHO-Pressemitteilung September 2005
10. Chernobyl: Consequences of the Catastrophe for People and the Environnement, Annals of the New York, Academy of Sciences Vol. 1181, February 2010
11. TAZ, 26 April 2006, Artikel von Andreas ZUMACH
12. Aus „Energie und Umwelt“ der Stiftung SES, 1/2011
Afrika, Sahel, Sand und Wüste, heiß und Malariamücken sind die üblichen Assoziationen mit Mali. Doch Falea hinterließ bei den europäischen BesucherInnen andere Bilder: Grün, Bäche, Quellen, Gärten, große Mangobäume und keine Mücken.
Hier will die kanadische Gesellschaft Rockgate Capital Corp Uran abbauen. Bedeutet dies, dass 150 km2 Land inklusive Falea in eine radioaktiv verseuchte Grube verwandelt werden?
Straßen und Häfen
Viele Bewohner Faleas, einer Gemeinde mit 21 Weilern und ca. 17.000 Einwohnern, kennen den handwerklichen Goldabbau. Doch Uran ist unbekannt, obwohl die französische Firma Cogema2 dort bereits 1970 mehr als 80 Prospektionslöcher gebohrt und die kanadische Firma Rockgate Capital Corp seit etwa vier Jahren Probebohrungen nach Uran durchführen lässt. Die Bevölkerung ist nicht informiert und kann sich auch kaum informieren: Sie wohnt außerhalb jedes Mobilfunknetzes, von Festnetz oder Internet ganz zu schweigen. Der Ort liegt 90 km von der nächsten Stadt (Kenieba) entfernt. Vier Stunden Fahrt im Allrad, und in der Regenzeit macht der Fluss Falémé während sieben bis acht Monaten die Straße unpassierbar.Nun bringe Rockgate die Hoffnung nach Falea, dass endlich eine Straße gebaut werden wird. Kommt dazu, dass sich, seit Rockgate da ist, die Hühnchen zum doppelten Preis verkaufen lassen. Die herrlich mundenden, ungespritzten Orangen aus Falea werden ebenfalls besser bezahlt. Das Rockgate Explorations Camp stellt Wachpersonal zum fast dreifachen Monatslohn ein – 90 Euro statt der üblichen 30 bis 40 Euro pro Monat. Hilfsarbeiter bei den Sondierbohrungen erhalten sogar 225 Euro pro Monat. Tagelöhner werden mit vier Euro pro Tag entschädigt. „Wenn die Bevölkerung und die Umweltnormen respektiert werden, dann gibt’s wohl nichts gegen die Mine einzuwenden. Mine ist Fortschritt und Fortschritt bringt Straßen“ meint ein Faleaner zu einem Besucher.
Auf der Reise von Dakar bis zur malischen Grenze und von da nach Kéniéba konnte die Delegation des EBF die neue Straße an die malische Grenze benutzen. Sie hat den Namen westafrikanischer Südkorridor Bamako-Dakar. Die Weltbank, die Europäische Investitionsbank, die japanische Entwicklungsagentur Usaid, China, die afrikanische Entwicklungsbank, die islamische Entwicklungsbank, die Regierungen Senegals und Malis arbeiten zusammen mit der westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion bei der Realisierung dieser Straßenverbindung zwischen Dakar und Bamako, die auf Hunderten von Kilometern dem Verlauf der aus kolonialen Zeiten stammenden Schmalspur-Eisenbahnlinie3 folgt. Die Tochterfirma der chinesischen staatlichen Eisenbahnen, Covec-Mali, arbeitet an der Fertigstellung des Straßenabschnittes von der malischen Grenze bei Kéniéba bis nach Bamako. Ebenso dabei ist die französische Baufirma Razel4, die seit 2009 zum Fayat Konzern gehört. Die japanische Gesellschaft Dai Nippon Construction baut die drei Brücken auf dieser Strecke. Die japanischen Gelder sind als nichtrückzahlbare Kredite eigentliche Schenkungen. Staatliche Entwicklungsgelder für Infrastrukturmaßnahmen, damit multinationale Konzerne kostengünstig den Rohstoffreichtum dieser Gegenden abführen können. Ein Hafen, der das rationelle Verladen der Rohstoffe ermöglicht, sei etwa 60 km südlich von Dakar geplant.
Unheimliche Geister und Radioaktivität
Uranerz steckt zumeist in geologischen Tiefen. An einigen Orten auf dem Hochplateau von Falea hat Rockgate aber Uranadern fast an der Oberfläche gefunden. Die Bevölkerung meidet diese Orte, denn unbekannte Geister treiben da ihr Unwesen. Diese unheimlichen Geister oder eben Radioaktivität sind unsichtbar, sie riechen nicht und verbreiten sich geräuschlos.«Wir haben den Beweis, dass radioaktive Strahlung Veränderungen in den Genen der Chromosomen auslöst. Je nachdem, welche Gene betroffen sind, ist eine Leukämie besser oder nur sehr schwer zu behandeln» sagt die Onkologin vom Inselspital in Bern, Anette Ridolfi, der WoZ5. «Schon seit den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki ist bekannt, dass radioaktive Strahlung Leukämien und bösartige Tumore verursacht.» Die Strahlung der AKWs beeinflusst nachweislich die menschlichen Geschlechtsorgane. In einem Umkreis von gut zwanzig Kilometern um ein AKW erblicken statistisch weniger Mädchen das Licht der Welt.
Beim Uranabbau6, bei der Produktion von Elektrizität im AKW, bei der Endlagerung der strahlenden Atomabfälle kann man Radioaktivität weder hören, noch riechen, noch sehen. Das nützen die Nuklearlobby und ihre Unternehmen skrupellos aus.
„Im Niger – wo seit mehr als vierzig Jahren Uran abgebaut wird - lockte die Möglichkeit des schnellen Geldverdienens Tausende von Arbeitern an. Viele von ihnen Tuareg, die von der radioaktiven Strahlung und den gesundheitlichen Risiken ihrer Arbeit nichts wussten und auch nicht aufgeklärt wurden. Die Bergarbeiter nahmen ihr Mittagessen auf den Urangesteinsbrocken sitzend ein und gingen mit den Kleidern voller Staub nach Hause... die Kinder spielten auf ihrem Schoß, und die Frauen wuschen ihre Kleider mit der Hand …“.7
In Falea arbeiten die lokalen Hilfskräfte bei den Probebohrungen nach Uranerz und das temporäre Personal am Kernbohrer ohne irgendwelche besonderen Schutzmaßnahmen. „Die geringe Strahlung, die da anfällt, ist nicht gefährlich“, sagte der Delegation ein von Rockgate für drei Monate beschäftigter kanadischer Arbeiter. Geruchlose, geräuschlose und unsichtbare Gefahren drohen dort, wo sich Ignoranz und Dummheit ein Stelldichein geben. Die Rockgate crew feierte letztes Jahr den Fund einer hochprozentigen Uranerzader nahe der Erdoberfläche mit Ziegenbraten und Champagner am gleichen Ort, den die Faleaner wegen der unheimlichen Geister, die dort ihren Spuk treiben, wie der Teufel das Weihwasser meiden.
Manchmal dauert es Jahre, bis ein Krebs oder eine Leukämie ausbricht. Wann und wo die Verstrahlung stattgefunden hat, kann kaum mit Gewissheit nachgewiesen werden. Bei temporär Beschäftigten mit Sicherheit überhaupt nie.
Yellocake
Aus Uranerz wird der handelbare Rohstoff Yellowcake hergestellt. Dieser kann zu einer Atombombe verarbeitet werden, die bekanntlich mit verheerender Wirkung explodiert (Nagasaki, Hiroshima). Militärs und Armeen in vielen Staaten sind an dieser Waffe interessiert. Aus dem Yellowcake werden Brennelemente hergestellt, die in einem Atomkraftwerk kontrolliert abbrennen und in Elektrizität umgewandelt werden können. AKWs liefern in Frankreich 75 Prozent des Stroms vor allem als Sockelenergie, die Wasser- und Gaskraftwerke liefern die Verbraucherspitze8.Three Mile Island 1979, Tschernobyl 1986 und nun Fukushima 2011. Die Kernenergie ist weder nachhaltig noch umweltfreundlich und produziert auf jeden Fall eine radioaktive Verstrahlung. Militärs und die Uranindustrie wissen dies schon seit langem. Ihre UNO-Organisation, die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA), hat schon 1959 mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf eine Art Maulkorbabkommen vereinbart. Untersuchungen über die gesundheitlichen Folgen von Verstrahlungen müssen vor ihrer Veröffentlichung von der IAEA begutachtet werden. Diese Vereinbarung legt den Schluss nahe, dass sowohl Militärs wie Uranindustrie wissen, dass sie der Öffentlichkeit kontinuierlich etwas vormachen. Kein nuklearer Zwischenfall, keine Havarie in einem AKW und kein Atomtest, der nicht von der seit Jahrzehnten gebräuchlichen Formel begleitet wird: Nach Angaben der Atomsicherheitsbehörden stellen sie keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar.
Der Atommeiler von Tschernobyl explodierte am 26. April 1986, vor fünfundzwanzig Jahren. Noch heute behauptet die WHO in dem von der IAEA abgesegneten Bericht vom September 2005, dass 56 Tote und in den Jahren danach etwa 4.000 Krebsopfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zugeordnet werden können9. Die Zahlen der WHO sind so genau wie die Verlautbarung der französischen Regierung einige Tage nach dem Tschernobylgau: Die mit radioaktiven Staubpartikeln geschwängerte Wolke von Tschernobyl hätte an den Grenzen zu Frankreich halt gemacht.
Der russische Umweltwissenschafter, Professor Alexej Yablokov, und die beiden weißrussischen Atomphysiker Alexej und Vassili Nesterenko vom Institut für Strahlungssicherheit (Belrad) in Minsk haben unter Berücksichtigung Tausender von unabhängigen Studien nach 24 Jahren Untersuchungen nachgewiesen10, dass man von mehr als 950.000 Todesfällen ausgehen muss, die durch die direkte Bestrahlung im Umfeld des Atommeilers und durch die Tschernobylwolke verursacht wurden.
Die die Radioaktivität verharmlosende Informationspolitik der Weltgesundheitsbehörde ist ein teuflischer Pakt11 mit der Internationalen Atomenergieagentur und hat schwerwiegende Konsequenzen. Seit mehr als vier Jahren stehen täglich Menschen in Genf am Eingang zum Hauptsitz der WHO und fordern die Kündigung des Abkommens aus dem Jahre 1959.
Eigenartigerweise hat die WHO die Vogelgrippe 2005 als bedrohlicher eingestuft als die Tschernobylwolke von 1986. An den Arbeitsplätzen im Uranabbau, bei der Produktion von Yellowcake, bei den Unterhaltsarbeiten in den Atomanlagen, beim Transport der Abfälle und bei der Verwaltung der Zwischen- und Endlager sind viele Menschen involviert. „Die geplanten Atommülllager müssen für eine Million Jahre halten und demzufolge mindestens zehn Eiszeiten und zahllose Erdbeben überstehen können“.12
Sowohl beim Uranabbau in Falea wie bei den unmittelbaren Anwohnern der Atommeiler bei uns ist es nicht einfach, die unhörbare, unsichtbare und geruchlose Bedrohung ins Bewusstsein zu bringen, wenn deren Auswirkungen immer wieder dank WHO und IAEA in den großen Medien verharmlost werden.
Keine Uranmine in Falea!
In Folge der diversen Aktionen unserer malischen Freunde, der Solidarität des EBF, zahlreicher solidarischer Stellungnahmen und schliesslich der Delegation der Criirad (französische Kommission für unabhängige Forschung und Information über Radioaktivität) in Falea, verkündete der Präsident von Mali, Amadou Toumani Touré Ende März, dass es keine Uranmine in Falea geben wird. Sicher hat der grauenvolle Unfall in Fukushima seine Entscheidung massgeblich beeinflusst - umso mehr hoffen wir, dass es nicht nur bei einem hohlen, den Umständen entsprechendem Versprechen bleibt.Seit etwas mehr als einem Jahr versucht der Verein der Ehemaligen aus Falea (ARACF), die Einwohner ihrer Heimatgemeinde zu informieren. Im Februar 2011 besuchte eine Delegation des EBF Falea. Besichtigungen und intensive Gespräche mit den Einwohnern wechselten sich ab mit dem Aufbau einer Satellitenkommunikation. Fortan müssen die Faleaner nicht mehr 40 km mit einem Motorrad zurücklegen, um in den vom Mobil-Telefonnetz abgedeckten Bereich zu gelangen. Unabhängig von Rockgate können sie nun dank der Unterstützung der Stadt Genf und des Umwelt- und Gesundheitsamtes der Stadt Zürich kommunizieren und damit zum Beispiel auch Vorkommnisse vor Ort und Fragen zu den Aktivitäten der Prospektionsfirma mit ARACF oder Regierungsstellen in Bamako besprechen. In den kommenden Wochen sollte ein Lokalradio vor Ort die Sendungstätigkeit aufnehmen können. Dann können Begriffe wie Röntgenstrahlen, Millisievert, Radongas, Radionukleide, Gamma-, Alpha- und Betastrahlen in den vier lokalen Sprachen erklärt werden. Mit zwei Geigerzählern und einem Scintillometer sind schon seit mehreren Monaten einige Einwohner damit beschäftigt, vor einem eventuellen Uranabbau Messungen des sogenannten Nullpunkts durchzuführen.
In der Gegend von Arlith in Niger wird vom französischen Atomkonzern Areva seit 40 Jahren Uran abgebaut. Wird es dem EBF gelingen, einigen Frauen, den Dorfältesten und dem Bürgermeister von Falea eine Reise nach Arlith zu ermöglichen, damit sie die Konsequenzen des Uranabbaus dort kennen lernen können? Sicher braucht es dazu angesichts der aktuellen Verhältnisse ein breit abgestütztes Patronat von ParlamentarierInnen und solidarischen europäischen und nordamerikanischen Gemeinden, so wie es die Stadt Genf bereits vormacht.
Vielleicht beginnt schon im kommenden September in Falea ein universitäres Forschungsprojekt, das die Respektierung international gültiger Umweltnormen und demokratischer Standards analysiert.
Wird es ARACF gelingen, Mittel zu finden, damit eine freie Theatergruppe während einem Jahr in Falea mit der lokalen Bevölkerung zusammenarbeiten und so mit einer Inszenierung mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Die Geister und die Radioaktivität“ bei uns in Europa und in den Weilern Faleas und einigen Dörfern Malis auf Tournee gehen kann?
Können wir vielleicht gemeinsam dazu beitragen, dass in Falea statt Uranabbau Garten- und Ackerbau unterrichtet werden können? Im botanischen Laboratorium des universitären Instituts für Schwarzafrika in Dakar haben wir die Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Studie erhalten, die aufzeigt, dass das südmalische Grenzgebiet zu Senegal und Guinea eine erhaltenswerte, immense botanische Vielfalt beherbergt.
In Lateinamerika wurde ein Gerät erprobt, das den handwerklichen Goldabbau ohne Quecksilber ermöglicht. Ein in Falea entstehendes Institut könnte diese Alternative zum industriellen Goldabbau für die ganze Region vermitteln.
1. Siehe Archipel Nr. 176 respektive www.falea21.org . Die Wanderausstellung kann französisch, englisch, deutsch, und italienisch gegen eine kleine Miete in Universitäten, soziokulturellen Zentren u.a. gezeigt werden.
2. COGEMA - Compagnie générale des matières nucléaires, heute AREVA, die größte Nukelarfirma der Welt, zu 90 Prozent im Besitz des französischen Staates, mit 50.000 Beschäftigten, die sich damit brüstet, ausschließlich CO2 neutrale Energie zu produzieren.
3. Siehe "Mit der Karawane durch Westafrika, Archipel Nr. 190, Februar 2011.
4. Razel hat unter anderem auch den Bauauftrag für das Forschungs-AKW Jules Horowitz im ITER Projekt bei Cadarache in Südfrankreich
5. WOZ vom 03. 2. 2011, „Leukämie tut weh, wahnsinnig weh“, von Susan Boos
6. Yellow Cake (Die Lüge von der sauberen Energie), Dokumentarfilm von Joachim TSCHIRNER, 2010
7. Günter WIPPEL, Strahlende Wüste, Robin Wood Nr. 99/4.08
8. Wenn abends das ganze Volk den Fernseher einschaltet, müssen zum Beispiel Wasser-, Gas- oder Dieselkraftwerke die angeforderte zusätzliche Energie liefern.
9. Report of the Chernobyl Forum, WHO-Pressemitteilung September 2005
10. Chernobyl: Consequences of the Catastrophe for People and the Environnement, Annals of the New York, Academy of Sciences Vol. 1181, February 2010
11. TAZ, 26 April 2006, Artikel von Andreas ZUMACH
12. Aus „Energie und Umwelt“ der Stiftung SES, 1/2011
Falea-Mali
Das afrikanische Dorf FALEA, welches 21 Weiler und etwa 17 000 Einwohner
zählt, befindet sich im Grenzgebiet Malis zu Guinea und Senegal. Es
liegt auf einem traditionell landwirtschaftlich genutzten Hochplateau
inmitten unberührter Natur mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Es
gibt dort weder Elektrizität noch Fahrzeuge. Die Gegend ist während
mehrerer Monate (Regenzeit) eine Enklave, das heisst vom malischen
Kernland durch den Fluss Faleme abgetrennt. Der französische Atomkonzern
Cogema (heute AREVA) entdeckte in FALEA vor Jahren Uranium-, Kupfer-
und Bauxitvorkommen. Im Jahre 2007 schloss die Firma Delta exploration,
heute Rockgate Capital Corp mit der Regierung Malis einen Vertrag über
den Abbau dieser Rohstoffe ab. Die Vertragklauseln wurden
stillschweigend vereinbart. Auf der Internetseite von Rockgate ist zu
lesen, dass ein Gebiet von 150 km2 an die Kapitalgesellschaft Rockgate
abgetreten wurde, aber der Ältestenrat, der seit 1995
institutionalisierte Gemeinderat und die Bevölkerung FALEAS wurden
hingegen weder offiziell informiert noch gefragt. Im Jahre 2008 entstand
eine Luftlandepiste, die kaum 50 Meter von der Schule FALEAS entfernt
endet.
Seither fliegt einmal pro Woche ein Antonow-Flugzeug Kernbohrungen, die
alle 200 m aus bis zu 300 m Tiefe gefördert werden, von FALEA nach
Südafrika in ein Labor1, in dem eine geologische Kartographie für Tage-
oder Untertagebau entsteht. Auf einem Gebiet von 150km2 soll die Erde
bis auf dreihundert Meter Tiefe abgetragen,durch gigantische Mühlwerke
staubfein zermahlen, um daraufhin mit viel Grundwasser und ätzenden
Giften von den gesuchten Rohstoffen getrennt zu werden. Millionen Tonnen
dieses Staubes müssten so gelagert werden, dass die nicht abgebauten
Urananteile auch nach mehreren Jahrhunderten Umwelt und Grundwasser
nicht verseuchen können. Wenn es dann überhaupt noch Grundwasser gibt,
denn im Nachbarland Niger, wo sowohl AREVA als auch Rockgate2 Uran
abbauen, werden nicht erneuerbare geologische Wasserschichten angebohrt.
Quelle: Spiegel-Forum
Quelle: Spiegel-Forum
Dienstag, 15. Januar 2013
Zwölfjähriger wegen Mordes an Vater verurteilt
Des Spiegels Sorgenkinder,
der sensationslüsterne Schmiergl Sensationsblatt der überspitzt ausgedrückt "Neuen Rechten" gedenkt dem toten Neo-Nazi Führer J.Hall, da dieser Sack
von seinem 12 jährigen Sohn gewollt oder ungewollt in die ewigen Jagdgründe gejagt worden ist.
Anstatt dem Jungen einen Orden zu verleihen, steht dieser nun vor Gericht!
Der Schmiergel der gerne bei rechten PR Aktionen im Medienmassengeschäft an vorderster "Front"steht um diese zu hypen ist sich auch in diesem Fall nicht zu schade, das ganze mit einer schicken Fotoserie zu begleiten, Hall mit schwarz/weisser Neo-Nazi Fahne schmachtend dem Sonnenuntergang entgegen, etc.
Brechreiz und Wut umklammern einem bei solchen Artikeln, oder wie blöd kann ein Massenverblödungsmagazin eigentlich noch sein.
Kostprobe:
Riverside - Ein Zwölfjähriger in Kalifornien ist des Mordes an seinem Vater für schuldig befunden worden. Joseph Hall könnte nun bis zu seinem 23. Lebensjahr in Haft kommen. Hall hatte die Tat begangen, als er zehn Jahre alt war. Die Anklage hatte argumentiert, der Junge habe gewusst, was er tat, die Tötung sei vorsätzlich begangen worden.
Die Verteidigung hatte zugegeben, dass Joseph seinen Vater erschoss, als dieser schlief - und gefordert, den Jungen strafrechtlich nicht für die Tat verantwortlich zu machen. Der Verteidigung zufolge....weiterlesen
Kauft keinen Schmiergel, Boycott Them!
Montag, 14. Januar 2013
KenFM über: Die Zukunft des Menschen. Der Ameisenstaat.
KenFM über: Die Zukunft des Menschen. Der Ameisenstaat.
"Die Gefahr der künstlichen Intelligenz liegt nicht darin, dass
Maschinen mehr und mehr wie Menschen denken, sondern dass Menschen mehr
und mehr wie Maschinen denken"
Joseph Weizenbaum
Quelle: www.kenfm.de
Todesdrohungen gegen Mapuche-Anführer Mijael Carbone und Daniel Melinao
Todesdrohungen gegen Mapuche-Anführer Mijael Carbone und Daniel Melinao
| Sonntag, den 30. Dezember 2012 |
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von Sic Noticias Konflikt zwischen Mapuche und Staat erneut aufgeflammt Die mit dem Statement mitgesandten Fotografien belegen deutlich die an Mijael Carbone und Daniel Melinao gerichteten Todesdrohungen. Die beiden jungen Mapuche sind wegen ihrer Beteiligung am Kampf um die Rückeroberung dessen angeklagt worden, was sie als “das Territorium ihrer Ahnen” betrachten. Erst vor wenigen Tagen war der Konflikt zwischen dem chilenischen Staat und den Mapuche nach einigen Attentaten in der Region wieder aufgeflammt, was den Innenminister dazu nötigte, sich in die Region der Araucanía zu bewegen, um dort Klagen einzureichen und damit zu drohen, das Antiterrorismusgesetz gegen die UrheberInnen anzuwenden. Die Behörde wies zugleich auf die Existenz von Unterstützungsnetzwerken hin, die aufgrund ihrer Natur die polizeiliche Arbeit stören würden. LandwirtInnen drohen mit Selbstjustiz Auf der anderen Seite drohten LandwirtInnen der Region öffentlich damit, die Justiz in ihre eigene Hände zu nehmen, wenn die Regierung innerhalb von 24 Stunden keine drastischen Maßnahmen ergreifen würde. Sie kündigten an, ohne dass die Regierung bislang darauf reagiert hätte, dass sie eine “Jagd” auf diejenigen veranstalten würden, die sie für die Instabilität der Region verantwortlich machten. Es scheint so, als ob den Worten nun Taten folgen würden. |
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